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Wieso haben Zähne Nummern?

Wer kennt das nicht? Kaum liegt man entspannt auf dem Zahnarztstuhl und blickt an die Decke ertönt der Zahnarzt und sein Experten-1x1 aus dem Off.  "2-3"macht ja vielleicht noch Sinn. Aber "4-2" übersteigt die gewöhnliche Anzahl an Zähnen doch gewaltig. Was soll die komische Zählerei also?

 

"Erster Backenzahn rechts unten aus Patientensicht" oder "kleiner Schneidezahn oben links" sind zwar richtige, aber lange und umständliche Bezeichnungen. Ein schlauer Mensch hat deshalb irendwann einmal das Gebiss in ein cleveres, allgemeingültiges System eingeteilt. Das sogenannte Zahnschema benennt so alle Zähne samt ihrer Position im Kiefer und im Zahnbogen.

 

Das sieht dann so aus:

Eine gesunder Mensch hat - hoffentlich - 32 gesunde Zähne, die in 4 Quadranten à 8 Zähne eingeteilt werden:

1 Oberkiefer rechts

2 Oberkiefer links

3 Unterkiefer links

4 Unterkiefer rechts

 

Die Zahnnummer, bzw. die zweite Ziffer, geht immer vom Schneidezahn als Nummer x1 aus und zählt dann hoch. Zahn 11, also nicht der elfte Zahn, sondern der erste des ersten Quadranten. Zahn 35 ein kleiner Backenzahn im dritten Quadranten.

Alles klar? Dann klären wir an der Stelle noch schnell auf, was die Buchstaben bedeuten, die ebenfalls in dem Kontext der Befunddokumentation und bei den Heil- und Kostenplänen auftauchen.
   

Bei der Vorsorgeuntersuchung hält der Zahnarzt den Zustand des Gebisses im oben beschriebenen Zahnschema fest. Es wird also festgehalten, welcher Zahn fehlt, kariös, zerstört, überkront oder überbrückt ist und wo Implantate den natürlichen Zahn ersetzen. Die entsprechenen Abkürzungen entstehen meist aus dem Anfangsbuchstabe, also z.B. f = fehlend, z = zerstört,  i = Implantat etc.

 

So entstehen Bezeichnungen wie 18 fehlt, 32 kariös, 41 ersetzt.

 

 

 

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