Welche Prognose hat ein wurzelbehandelter Zahn? Können bereits wurzelbehandelte Zähne gerettet werden? Können bereits wurzelbehandelte Zähne noch Beschwerden
verursachen? Ist eine Wurzelbehandlung schmerzhaft? Was bringt ein Mikroskop? Was kostet eine Wurzelkanalbehandlung? 

Es gibt viele Fragen zu meinem Fachgebiet und ich beantworte sie alle gerne!
Vielleicht gibt es ja bereits eine Antwort auf Ihre Frage auf unserem Blog.
Ihr Dr. Ulrich Schmitt
"Wurzelspitzenresektion oft unnötig." Zum Interview mit Dr. Ulrich
Schmitt

Regina (Freitag, 12 Juni 2026 10:11)
Hallo Herr Dr. Schmitt, danke für Ihre Antwort und Ihr außergewöhnliches Engagement hier!
Dass die WB gut gemacht wurde, mache ich zunächst daran fest, dass der Zustand des Zahnes 2018 recht kritisch war. Bereits vor der Überkronung hatte ich zwei Wochen lang Schmerzen, die (damalige) Zahnärztin glaubte mir nicht und machte die Krone drauf. Nach zwei Wochen erfolgte dann bei der "Zahnretterin" die Eröffnung der Eiterzyste und die auf drei Sitzungen aufgeteilte Wurzelbehandlung mit Mikroskop, feinsten Instrumenten und Kofferdam.
Auch die Chirurgin meinte gestern aufgrund des Röntgenbildes vom letzten Freitag, dass die Arbeit gut gemacht war. Das Bild aus dem Nottermin zeigt jedoch an einer Wurzelspitze eine kleine Zyste (wie eine schwarze Kugel). Leider machte sie kein neues Röntgenbild. Könnte diese "Kugel" denn unter Antibiotika zurückgegangen sein? Schmerzen habe ich nämlich in der Tat nicht, auch keine Empfindlichkeit auf Heiß oder Kalt, kein Aufbissschmerz, nur manchmal ein ganz leichtes komisches Gefühl im Zahn, als wäre etwas "elektrisch" oder "hohl". Die Chirurgin hat mir die WSR binnen 4-8 Wochen empfohlen, um den Zahn zu retten, eine Revision würde keine Besserung bringen. Als Zusatzinfo muss ich sagen, dass die Krone von Anfang an ganz, ganz minimal undicht war.
Leider wohne ich in Süddeutschland, sonst würde ich gerne zu Ihnen kommen :-)
Viele Grüße Regina
Jasmin (Freitag, 12 Juni 2026 07:11)
Hallo Dr. Schmitt,
erstmal finde ich es toll, dass Sie hier Fragen beantworten. Ich hatte am oberen linken letzten Backenzahn Karies, ein Stück Zahn war abgebrochen. Beim Bohren stellte man fest, dass das Karies tief sitzt und es wurde eine Wurzelbehandlung gemacht. Es kam ein Medikament rein und der Zahn wurde provisorisch verschlossen. Beim nächsten Termin wurde Restvitalität festgestellt. Ein Kanal wurde nochmal gereinigt. Es kam wieder ein Medikament rein und der Zahn wurde provisorisch verschlossen . Die Schmerzen nach der zweiten Behandlung waren deutlich doller. Ich bin eine Presserin und auch manchmal Knirscherin. Ich trug in den ersten Tagen meine Schiene nicht, weil sie nicht mehr richtig passt und ich auch die Füllung nicht zerstören wollte. Als ich die Schiene dann nachts trug, wurde es deutlich besser. Am 29.06. soll die Wurzel gefüllt werden. Wenn ich morgens aufwache, ist alles supi. Die zweite Behandlung ist nun 14 Tage her. Im Verlauf des Tages allerdings wird der Zahn insoweit empfindlich, dass ein Druck nach außen zur Lippe hin schmerzt. Es ist so, als sei der Zahn zur Lippe hin locker. Zum Abend hin merke ich dann sogar das Schlucken meines Speichels, weil die Zunge leicht an die Backenzähne drückt. Ich mache mir nun Sorgen, dass die Wurzeln gefüllt werden, obwohl der Zahn noch schmerzt, bzw der Zahnhalteapparat. Ich kaue nur weiche Sachen wie Nudeln oder ähnliches. Ich versuche den Zahn ansonsten in Ruhe zu lassen. Er ist nicht kälteempfindlich oder dergleichen. Er macht sich nur bei Druck nach Außen hin bemerkbar und habe nun Sorge.
dr.u.schmitt (Mittwoch, 10 Juni 2026 22:13)
#836
Hallo Regina,
sie sprechen von einer gut gemachten Wurzelbehandlung. Woran machen sie das fest?
Je nach Historie des Zahns macht es Sinn eine Revsionsbehandlung durchzuführen, mit Zuhilfenahme eine Mikroskops. War denn die damalige Wurzelkanalbehandlung auch mit Mikroskop?
Wenn Sie keine Schmerzen haben, sehe ich keine Notwendikeit für Eile. Falls noch kein DVT (dreidimensionale Aufnahme) gemacht worden ist, würde ich dieses machen lassen und dann von einem Endodontologen neu bewerten lassen.
Wie weit haben Sie es, dann schaue ich gerne drauf.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
dr.u.schmitt (Mittwoch, 10 Juni 2026 22:06)
#835
Guten Tag Sinone,
prinzipiell ist das möglich. Bei einer möglichen Fraktur sondiert man den Zahn und wenn man an einer Stelle ungewöhnlich tief kommt, dann ist das ein Anzeichen für eine Fraktur. Über ein DVT ist eine Fraktur nicht zuverlässig zu erkennen. Wenn die Krone entfernt wird, dann kann man eine Fraktur erkennen und den Riss verfolgen und schauen, ob ein Zahnerhalt möglich ist.
Wie kommen sie auf eine Fraktur? Ist es vielleicht "einfach nur" eine Wurzelentzündung, die einer Wurzelbehandlung bedarf?
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
Regina (Dienstag, 09 Juni 2026 09:54)
Guten Tag Herr Dr. Schmitt, ich habe Ihr Interview gelesen und bin unsicher, was zu tun ist.
Ende 2018 hatte ich eine gut gemachte Wurzelbehandlung an Zahn 16. Diese war nach (!) einer Überkronung erforderlich, da er vereitert war. Nun habe ich immer wieder leichte Schmerzen, diesmal bekam ich ein Antibiotikum. Ins Auge gefasst wird eine mikroskopische WSR mit retrograder Füllung, übermorgen ist das Gespräch mit dem Chirurgen. Ist Ihrer Meinung nach ein Wurzelkanalrevision zuerst angebracht? Oder reicht Abwarten? Ich habe keine Schmerzen mehr...
Die Mischung aus Angst und Unsicherheit ist nicht schön. Danke für Ihren Rat.
Sinone (Montag, 08 Juni 2026 13:30)
Guten Tag Herr Dr. Schmitt, ist es möglich das ein überkronter Zahn 15 der noch nicht wurzelbehandelt ist eine. Fraktur unter der Krone hat und dies zu einer einseitigen Kieferhöhlenentzündungen führt? Wie könnte man eine Fraktur feststellen? DVT oder müsste die Krone entfernt werden?
Dr. Ulrich Schmitt (Dienstag, 02 Juni 2026 21:29)
Hallo Birgit,
da kann ich leider keine Antwort drauf geben. Natürlich klingt es erst mal nicht so gut und es macht den Anschein, dass der Zahn austherapiert ist also nicht mehr zu halten ist. Aber ich kenne Ihren Fall nicht und kann deshalb leider nicht mehr dazu sagen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute
Ulrich Schmitt
Birgit (Montag, 01 Juni 2026 08:40)
hatte April 25 eine wurzelkanalbehandlung ,da die enzündung nicht wegging
Im juli25 eine revesion beim Endlosen mit Mikroskop . Hatte immer noch Probleme, Dezember wurde eine lappen op gemacht. Dies alles im rechten Oberkiefer.
Im März 26 wurde dann WSR gemacht ,habe immer noch rotes Zahnfleisch und aufduckschmerz. War ich diese ganzen Zeit beim HNO wegen entzündung der Nebenhölen in Behandlung. Was kann ich noch tun?
dr.u.schmitt (Mittwoch, 27 Mai 2026 21:32)
Hallo Kathrin,
schwer zu sagen, ohne die Ausganglage zu kennen und Röntgenbilder zu haben. Es kann verschiedene Ursachen haben und sich ggf. noch legen. Um Ihnen mehr sagen zu können, bräuchte ich eine Untersuchung und Röntgenbilder.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
dr.u.schmitt (Mittwoch, 27 Mai 2026 21:29)
#828
Hallo Frau Scholz,
nein, das kann ich ohne Untersuchung leider nicht.
Wenn ich es richtig verstanden habe wird bei Ihnen aber auf Verdacht ein Zahn nach dem anderen wurzelkanalbehandelt? Das höre ich immer wieder und find ich sehr schade. In solchen Fällen gehe ich wie immer sehr wertfrei an den Fall, höre mir natürlich die Historie an, aber geh nur in die Kanäle, wenn ich auch einen Befund habe, einen Grund sehe.
Leider werden immer wieder Zähne wurzelbehandelt, aber die Ursache liegt in einer Funktionsstörung (sogenannte CMD z.B.) oder hat Ursachen aus dem HNO Bereich....
Ich wünsche Ihnen, dass die wirkliche Ursache gefunden wird.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
dr.u.schmitt (Mittwoch, 27 Mai 2026 21:23)
#827
Hallo Ramona,
nein das macht keinen Sinn. Ein Langzeitprovisorium ist dafür da nach einer Wurzelakanalbehandlung eine begrenzte Zeit abzuwarten, ob die Behandlung erfolgreich war. Für die meisten Zahnärzte bedeutet das je nach Ausgangslage 6-12 Monate.
Worum es jetzt bei ihnen geht kann ich nicht beurteilen. Aber entweder der Zahn ist symptomfrei und entzündungsfrei, im Röntgenbild und oder DVT ohne Befund oder eben nicht. Wenn nicht, dann muss entweder noch einmal therapiert werden oder der Zahn entfernt werden. Wenn alles gut ist, dann bekommt er eine definitive Versorgung, weil man sonst unnötig Kosten für ein weiters Langzeitprovisorium verursacht und weil das Risiko einer Sekundärkaries (erneute Karies unter der Krone bei provisorisch eingesetztem Langzeitprovisorium) und / oder Reinfektion des Wurzelkanalsystems zu groß ist. Zumindest unnötig. Machen wir demächst auch nur noch provisorische Füllungen? Man weiß ja nie? Entschuldigung für die provokante Frage.
Wenn Sie sich unsicher sind, dann holen Sie sich eine zweite Meinung ein über den Zustand des Zahns, am besten von einem Endodontologen. Wenn Sie mögen, können Sie mir aber auch an die Praxis einfach mal ein aktuelles Röntgenbild schicken, dann schau ich drauf. Für eine erste Einschätzung.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
Kathrin aus Sachsen (Sonntag, 24 Mai 2026 08:48)
Hallo Herr Doktor, ich hatte vor 5 Wochen eine thermische Wurzelfüllung bekommen. Vorangegangen ist eine Wurzelbehandlung..aber nicht weil der Zahn ( 2-er OK) entzündet war, sondern weil die Füllung sehr nah am Nerv war und immer wieder wie eine Art ziehen war..das war mir dann jetzt einfach zu viel.
die Wurzel ist auch gekrümt. Meine ZÄ arbeiten mit moderne Technik, also elektrisches Längenmessung und so. Dennoch habe ich heute noch ein Druckgefühl wenn ich von vorne an den Zahn dücke. Ist das normal ? VG Kathrin
Elisabeth Scholz (Freitag, 15 Mai 2026 22:40)
Hallo, ich hatte vor 3 Monaten eine Wurzelspitzenresektion und danach Schmerzen im Bereich des Oberkiefers. Danach wurden noch 2 Wurzelkanalbehandlzngen a 1.5 Stunden gemacht. Die Schmerzen im Oberkiefer unterhalb des Nasenflügels bestehen weiterhin. Ich bin bereits bei einem Neurologen in Behandlung. Können Sie mir ggf. sagen, woher die Schmerzen kommen?
Ramona (Freitag, 15 Mai 2026 10:28)
Hallo!
Ich habe einen wurzelgefüllten Backenzahn, der 10 Jahre lang mit einem Langzeitprovisorium versorgt war. Nun ist, nachdem erst die Verblendung ab geplatzt ist, vor 2 Wochen das ganze Provisorium rausgebrochen. Meine Zahnärztin möchte den Zahn erneut mit einem laborgefertigten LZP versorgen, da man ja "nicht wissen kann, wie lange und ob der Zahn ruhig bleibt". Die Kosten für mich sind ca 800€.
Macht das nach so langer Zeit Sinn? Sollte ich auf etwas besonders achten?
dr.u.schmitt (Dienstag, 12 Mai 2026 21:24)
Hallo Aki,
ich kann in der Regel nur abraten von einer WSR. Natürlich kann ich ohne Untersuchung und ohne Röntgenbild dazu nichts sagen, außer, dass die allermeisten Wurzelspitzenresektionen nicht nötig sind und dem Zahn schaden.
Eine Revisionsbehandlung bei Zahnärzten / Endodontologen, die spezielle Methoden anwenden und ein Mikroskop verwenden, beseitigt in aller Regel die Probleme, die zu der Entzündung geführt haben. Ich gehe mal davon aus, dass der Zahn schon eine Wurzelfüllung hat, denn sonst wäre eine WSR noch weniger indiziert.
Nur weil im Knochen eine Entzündung gesehen wird, muss man nicht operieren. Wenn die Bakterien durch gute Reinigung und dann gute Abdichtung des Wurzelkanals beseitigt werden, dann geht die Entzündung weg und der Knochen heilt, ganz ohne OP. Und sie behalten Ihre Wurzelspitze. Wenn diese erst einmal weg ist, dann wird es sicherlich schwieriger den Zahn zu erhalten und zu behandeln, sollte die WSR nicht funktionieren. Und eine WSR bei der man einfach nur die Wurzelspitze abschneidet hat eine sehr schlechte Prognose.
Allerdings, wenn der Zahn eine Entzündung hat, dann wäre es auch nicht richtig gar nichts zu tun. Das Antibiotikum kann nichts heilen, höchstens unterdrücken. Auch wenn es jetzt nicht mehr weh tut, muss der Zahn behandelt werden, wenn man im Knochen eine Entzündung sieht.
Eine Revisionsbehandlung bei auf Wurzelkanalbehandlungen spezialisierten Zahnärzt:innen ist eine Privatleistung. Sollte das für Sie kein Problem sein, dann kann ich nur empfehlen sich dort beraten zu lassen.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
Aki (Montag, 11 Mai 2026 21:56)
Hallo, ich hatte vor etwa 2 Wochen Zahnschmerzen gehabt und ging zum Zahnarzt. Nach geröntgen Aufnahmen wurde Entzündung festgestellt und nahm ich 3 Tagen Antibiotika und dann gar jene Schmerzen. Ich habe am Freitag einen Operation WSR und will den Termin absagen. Meinen Sie soll die OP trotzdem durchziehen.
Danke
Dr. Ulrich Schmitt (Sonntag, 26 April 2026 21:29)
#823
Hallo Frau Göbel,
wenn eine "Blase" am Zahnfleisch (nicht an der Lippe) vorhanden ist aus der sich Eiter entleert, dann ist es eine Fistel. Das bedeutet, dass Sie dann bitte noch einmal zum Zahnarzt gehen müssten, damit er das kontrollieren und behandeln kann.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
Lisa Göbel (Samstag, 25 April 2026 16:00)
Hallo Doktor,
Mein kleiner Sohn (4Jahre) waren zu einer Routine Kontrolle Untersuchung bei einem Kinderzahnarzt, er hat wohl ein Zahn behandelt, danach kam innen im Mund an der Lippe und außen weiß dicke blasse von innen außen dicke Blase Eiter, sieht sehr schlimm aus mein Sohn klagt auch über „ heiße Schmerzen“ könnte das ein Absess sein? Welches Rezept würde könnte da am besten helfen ?
Ulrich Lange (Montag, 13 April 2026 11:41)
Hallo Herr Dr Schmitt,
sorry, da war wohl die "senden" Taste zu früh dran.
Ich habe folgende Frage und würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen.
Ich war heute aufgrund stärker werden
Ulrich Lange (Montag, 13 April 2026 11:38)
Hallo Herr Dr. Schmitt,
Ich habe folgende Frage an Sie und wür
Eva (Sonntag, 12 April 2026 13:00)
Danke vielmals für die Antwort! Ich werde abwarten!! Lg
Dr. Ulrich Schmitt (Samstag, 11 April 2026 21:17)
#815-818
Hallo Eva,
zuerst möchte ich erklären, dass ein Zahn ein Problem haben kann, selbst wenn nichts auf dem DVT zu sehen ist. Man kann auf dem DVT "nur" den Knochen um die Wurzel herum kontrollieren. Dort sieht man aber erst etwas, wenn sich durch Bakterien eine Veränderung ergeben hat.
Wenn ein Zahn eine längere Leidensgeschichte hat, dann kann es durchaus sein, dass es etwas dauert, bis nach einer Revisionsbehandlung vollständige Ruhe einkehrt.
Ein Jucken und/oder Brennen ist kein typisches Symptom für einen Zahn, auch kein typisches Symptom für den Nerv eines Zahns. Eher aber für zuführende Nerven, zentrale Nerven wie den Trigeminus.
Ob der Zahn überhaupt hätte wurzelbehandelt werden müssen? Manchmal kann es nach Austausch von Füllungen zu Aufbissbeschwerden oder Temperaturempfindlichkeiten kommen. Wenn wir Zahnärzte allerdings einige Dinge beachten, dann können wir dieses Problem in den allermeisten Fällen vermeiden.
Ich benutze keinen Laser wie die meisten meiner Kollegen. Je nach dem kann es zu starker Hitzeentwicklung kommen, das könnte weh getan haben.
Ich würde den Zahn auch nicht ziehen lassen.
Bezüglich der Zähne kann es aus meiner Sicht auch nur Abwarten geben. Allerdings würde ich natürlich für den finalen Rat eine Untersuchung brauchen. Dazu gehört: Kontrolle von Aufbissbeschwerden und deren Art und Weise. Kontrolle von Kälte (bei dem nicht wurzelbehandelten Zahn), Kontrolle von Klopfbeschwerden, Kontrolle der Kaumuskulatur.... Evtl. kommen die Beschwerden nicht von den Zähnen sondern sind funktionelle Beschwerden (von der Bisslage kommend etc.)
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
Eva (Samstag, 11 April 2026 13:49)
Meine derzeitigen Symptome sind beim wurzelkanalrevidierten Zahn nach 7 Wochen:
Sitzt in juckendem, brennendem Gewebe, bei langer Entlastung bessert sich das Gewebe aber reagiert dann sofort wieder gleich wenn ich ankomme ( jucken, brennen)
zieht bei seitlichem Druck, Belastung von oben ist teilweise ertragbar aber nicht angenehm
Eva (Samstag, 11 April 2026 13:45)
Alle Ärzte meinen ich soll warten, aber das mache ich schon 9 Monate. Ich möchte ihn eigentlich ziehen lassen weil ich mir dann erhoffe, Ruhe zu haben. Meine Angst ist, da man im DVT nichts sieht, dass es nach dem Ziehen auch nicht besser sein wird
Eva (Samstag, 11 April 2026 13:40)
Ich möchte noch anfügen, dass der Zahn sowohl vor der 1. Wurzelbehandlung als auch vor der Revision keine Entzundungszeichen zeigte. Ich Frage mich ob die Wurzel überhaupt je das Problem war. Auffällig für mich ist, dass die Laserbehandlung massivst schmerzhaft war, es war ein schlimmer Schmerz, obwohl der Arzt meinte ich sollte das kaum spüren! Kann das einen Hinweis geben? Kann es ein Gewebe Problem sein? Aber warum genau sollte das mir der Amalgamsaniertung begonnen haben? Damals waren beide zähne massiv schmerzhaft bei jeder kleinen Berührung aber im Röntgrn sah alles gut aus. Der rechte Zahn hat sich nach 9 Monaten soweit beruhigt dass ich normal essen kann aber nur wenn ich ihn komplett belaste und nicht einseitig! Ich bin ratlos, da der linke Zahn sich durch die Wurzelbehandlung in Wahrheit verschlimmert hat
Eva (Samstag, 11 April 2026 13:29)
Liebe Herr Schmitt. Ich hatte vor 9 Monaten eine Amalgamsaniertung an beiden oberen 6 er Backenzähnen. Danach konnte ich sie beide nicht mehr verwenden. Nach 4 Monaten ohne normales Essen dachte ich, eine Wurzelbehandlung wäre der einzig logische nächste Schritt, weil ich wieder normal kauen wollte. Der linke 6 er wurde also behandelt. Es wurde nciht besser, danach machte ich einen Revision beim Endontologen mit Laser, DVT und Mikroskop. Das ist jetzt 7 Wochen her. Das Röntgenbild und der Arzt sagen, dass alles wunderbar aussieht. Trotzdem habe ich beim beissen schmerzen, mein Gewebe um den Zahn herum reagiert auf Belastung, juckt und brennt. Der Endontologe meint, ich muss abwarten, aber ich kann mir nciht vorstellen, dass es nach fast 8 Wochen noch solche Beschwerden geben soll! Ich bin ratlos und weiß nicht was ich tun soll. War bei vielen Ärzten alle meinen man sieht keine Ursache, darum wurden sie auch den Zahn nciht ziehen. Was würden Sie machen an meiner Stelle? LG und danke
Dr. Ulrich Schmitt (Donnerstag, 19 März 2026 10:21)
Liebe Frau Schulze,
ich kenne Ihre übrige Situation im Zahnbefund nicht. Und Sie erwähnen, dass sie 83 Jahre alt sind. Das ist wichtig mit einzubeziehen und dennoch kenne ich Sie nicht persönlich. Meine Empfehlungen können je nach Patient unterschiedlich sein trotz gleichen Befundes.
Prinzipiell sollte die Wurzelkanalbehandlung bei Endodontologen trotz verkalter Kanäle prognostisch sehr gut sein (zu Berurteilung brauche ich natürlich eigentlich mehr Informationen).
2x2 h sind lang (aber völlig normal für die Behandlung von einem Zahn 27), aber wenn sie dafür den Zahn erhalten bekommen, ist es das meist wert.
Die Beurteilung, ob es Sinn macht oder nicht hängt ab von:
1. Wie ist ihr körperlicher Zustand, wie können sie 2x2 h verkraften?
2. Wie wird die Erfolgsprognose eingeschätzt?
3. Wie ist die Gegenbezahnung und generell der Zustand der Zähne?
4. Wie geht es dem Kiefergelenk (weil der Zahn evtl. wichtig ist für die Abstützung des Gelenks)?
5. Wie ist die parodontale Situation des Zahns und der umliegenden Zähne (Zahfleischtaschen / Knochenabbau)?
Eine individuelle Beratung ist auch in ihrem Fall wichtig, aber ich hoffe, Ihnen damit schon geholfen zu haben.
Viele Grüße und eine gute Entscheidung
Ulrich Schmitt
Margrit Schulze (Freitag, 13 März 2026 19:00)
Sehr geehrter Herr Dr. Schmitt,
Ich stehe vor der Entscheidung,
Soll ich den Zahn 27 wurzelbehandeln oder ziehen lassen.
Die Wurzelkanalbehandlung würde vom Endodontologen gemacht. Zwei Sitzungen a 2 Stunden.Die Kanäle sollen ziemlich verkalkt und sehr fein sein. Es wird eine ziemliche Prozedur.
Ich bin 83 Jahre alt.
Ich weiß nicht was ich machen soll.
Herzliche Grüße
Margrit Schulze
Mike Weiß (Dienstag, 10 März 2026 11:06)
Hallo Dr. Schmitt,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ausgangspunkt war der Verdacht auf eine Infektion, weshalb mir zunächst ein Antibiotikum verschrieben wurde. Die Kronen wurden anschließend mit einem „Kronen- und Brückenabnehmer mit Gewicht und Feder“ entfernt (laut meiner Recherche ein ähnliches Modell).
Das Entfernen war zwar unangenehm, jedoch nicht besonders schmerzhaft. Ein DVT müsste ich gegebenenfalls beim Kieferchirurgen anfertigen lassen, da meine Zahnärztin diese Untersuchung leider nicht selbst durchführen kann.
Beim Entfernen der Kronen ist soweit nichts Auffälliges passiert. Zur Kontrolle wurden sowohl vorher als auch nachher Röntgenbilder gemacht, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist.
Ihre Rückmeldung hat mir auf jeden Fall sehr geholfen. Zum aktuellen Zustand kann ich sagen, dass das unangenehme, pieksende Gefühl beim Druck auf die Stelle inzwischen etwas nachgelassen hat. Möglicherweise handelte es sich tatsächlich nur um eine leichte Überreizung.
Vielen Dank nochmals für Ihre Einschätzung.
Dr. Ulrich Schmitt (Freitag, 06 März 2026 15:14)
#806,#807
Hallo Herr Weiß,
das ist natürlich von der Ferne und ohne Bild sehr schwer zu beurteilen. Allerdings bin ich immer etwas erstaunt wie schnell ein Antibiotikum verschrieben wird. Was ist die Ursache der Beschwerden und was ist das Ziel mit dem Antibiotikum? Was soll in diesem Fall denn damit bewirkt werden oder ist es nur eine Art Hilflosigkeit, dass man einfach was gegeben hat, weil sonst nicht klar ist was es ist. Wenn der Zahn vorher ruhig war und die Wurzelspitze wirklich in Ordnung ist, dann brauche ich auch kein Antibiotikum (übrigens auch sonst meist nicht). Ein Antibiotikum bekämpft Bakterien und nicht Schmerzen.
Im Zweifel, wenn nicht klar ist was es ist, dann ist eher zu überlegen, ob an der Wurzelspitze wirklich alles ok ist. Und falls es den Zweifel gibt, dann gibt ein DVT, eine dreidimensional Aufnahme, vielleicht einen Rückschluss. Wenn da nichts ist, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass es bakteriell verursacht ist.
Und es trat ja jetzt im zeitlichen Zusammenhang auf mit der Entfernung der Kronen. Sie beschrieben einen Haken. Hat das sehr geklopft? War das sehr unangehm? Vielleicht ist dabei etwas passiert?
Leider kann ich sonst nicht mehr dazu sagen, aber vielleicht hat Ihnen das auch schon geholfen. Ansonsten müsste ich mir das einmal anschauen.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
Tobias (Donnerstag, 26 Februar 2026 20:13)
Hallo.
Ich hatte vor 11 Tagen eine Wurzelbehandlung mit 2 Sitzungen bei einer Endodontologin mit Mikroskop und mechanischer Reinigung / digitaler Längenmessung usw. Der Zahn war schon tot und es hat aber fast 10 Tage gebraucht, bis man dies festgestellt hat. Habe deswegen auch den Zahnarzt gewechselt. Heute war ich wieder in meiner neuen Zahnklinik weil am Wurzelgefüllten Zahn immer noch eine Schwellung am Zahnfleisch zu sehen und zu spüren ist. Der Zahn ist auch noch leicht bissempfindlich, zumindest bei härteren Sachen… es kam aber keinerlei Eiter aus der Schwellung. Schmerzen habe ich außer die Leiche empfindlichkeit und ab und an ein „Spüren des Pulses“ keine. die Ärztin machte ein DVT Bild und sah einen kleinen schwarzen Schatten an diesem Zahn. Die Kanäle sind alle erreicht worden, gut gefüllt und auch eine Verzweigung wurde gefüllt. Zusätzlich wurde ein Stift eingebracht für die anstehende überkronung zwecks bruchgefahr. Sie meinte, dass der Zahn sich vllt noch beruhigen muss und der Körper die Entzündung die bestand noch abbauen muss / versucht abzubauen. Sie spülte den Zahn / die Schwellung auch noch mal durch. In 3 Wochen habe ich wieder einen Termin, bis dahin hofft man dass die Schwellung zurückgegangen ist.
Da ich schon so viel durch habe mit diesem Zahn, schlimme Schmerzen über fast 14 Tage hatte die nur mit IBU auszuhalten waren, mache ich mir große Sorgen ob diese Entzündung/ Schwellung am Zahnfleisch überhaupt weggehen kann. Oder ob der Zahn gezogen werden muss? Könnten Sie mir vllt eine Zweitmeinung geben (so von der Ferne)
Vielen Dank!
Maja (Mittwoch, 18 Februar 2026 22:05)
Habe Montag eine Wurzelbehandlung bekommen, die erste. Medikament rein und Provisorium. Nun kann der Zahnarzt die Behandlung nicht zeitnah fortsetzen und neuer Termin in 9 Wochen. Kann das Medikament ohne zu wechseln 9 Wochen drin bleiben?
Gabriele Gau (Montag, 16 Februar 2026 13:30)
Guten Tag, mein Zahnarzt möchte bei unteren Eckebackenzähne wegen tiefen Taschen 11 ziehen. Eine Parodontose Behandlung wird im März gemacht. Soll ich mit dem ziehen der Backenzähne lieber den Erfolg der Parodontose Behandlung abwarten? Möchte meine Backenzähne gerne weiter behalten.
Mike Weiß (Montag, 16 Februar 2026 13:14)
Zusazu zu #806
Es wurde ein Röntgenbild von dem Zahn gemacht. Auf dem Röntgenbild war nichts zu erkennen. Meine Zahnärtzin sagte "es sieht sehr gut aus, keine auffälligkeiten".
Mike Weiß (Montag, 16 Februar 2026 10:45)
Guten Tag Herr Dr. Schmitt,
vor etwa fünf Jahren wurde bei mir eine Wurzelkanalbehandlung am linken Eckzahn im Oberkiefer durchgeführt. Im selben Jahr kam es leider zu einer erneuten Infektion, weshalb eine Wurzelspitzenresektion erfolgte.
Im November 2025 habe ich meinen Oberkiefer überkronen lassen. Die Kronen im Bereich zwischen den Eckzähnen mussten aufgrund einer Reklamation erneuert werden. Die reklamierten Kronen wurden dabei mit einem Hakeninstrument entfernt und anschließend neu eingesetzt.
Seit etwa zwei Wochen habe ich nun folgende Symptome: Wenn ich links neben dem Nasenflügel (auf Höhe des Eckzahns) Druck ausübe, verspüre ich kein direktes Schmerzgefühl, jedoch ein deutliches Pieksen. Zudem ist der Eckzahn klopfempfindlich, morgens weniger, im Laufe des Tages jedoch zunehmend.
Meine Zahnärztin hat mir Amoxicillin verschrieben, mit dessen Einnahme ich heute beginne.
Da ich große Sorge habe, die neue Krone oder möglicherweise sogar den Zahn zu verlieren, würde ich mich sehr über Ihre fachliche Einschätzung im Sinne einer Zweitmeinung freuen.
Vielen Dank im Voraus.
Rosi (Freitag, 13 Februar 2026 17:58)
Herzkatheteruntersuchung, jetzt aber eine Zahnfistel mit Eiter.
Kann man die Herzkatheteruntersuchung trotzdem machen??
Mina Abedi (Donnerstag, 12 Februar 2026 21:23)
im Oktober hatte ich an Zahn 46 (unten rechts) eine Wurzelkanalbehandlung. Da ich kurz danach im Urlaub war, wurde der Zahn zunächst nur provisorisch verschlossen und die Behandlung bis heute nicht endgültig abgeschlossen.
Die Zahnschmerzen selbst waren nach der Behandlung verschwunden. Allerdings begannen kurz nach dem provisorischen Verschluss neue Beschwerden: Brennen und Schmerzen an der rechten Zungenseite sowie ein ausgeprägtes Trockenheitsgefühl im Mund. Diese Symptome bestehen bis heute unverändert.
Ich war inzwischen zur Magenspiegelung und habe unter anderem Vitamin B12 eingenommen, jedoch ohne Besserung. Die Beschwerden traten zeitlich eindeutig erst nach der Zahnbehandlung auf.
Heute wurde das Provisorium entfernt, der Zahn gespült und vorerst offen gelassen, um zu beobachten, ob sich die Situation verbessert.
Das Zungenbrennen ist mittlerweile sehr belastend und beeinträchtigt mich stark im Alltag. Ich bin zunehmend verzweifelt und bitte daher um eine Einschätzung, ob ein Zusammenhang mit Zahn 46 bestehen kann und wie weiter vorzugehen ist.
Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Hagenbuch (Donnerstag, 05 Februar 2026 18:50)
Ich habe eine Entzündung über 3 wuzerlbehandelten Zähne, das zeugt das Röntgenbild. Lymphknoten hinter dem Ohr auch schon geschwollen. Jetzt hab ich erst in 3 Wochen einen Termin beim endotologen, ist das zu spät?
Dr. Ulrich Schmitt (Samstag, 31 Januar 2026 16:06)
#799
Hallo Julia,
das ist etwas schwer zu beurteilen ohne es zu sehen. Aber prinzipiell ist es ja noch nicht lange her. Ich würde mir also keine Sorgen machen. Sonst einfach noch mal hingehen und kontrollieren lasse.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
Dr. Ulrich Schmitt (Samstag, 31 Januar 2026 16:04)
Hallo Anna,
gerne beantworte ich Ihre Fragen im Einzelnen, auch wenn sie natürlich fallbezogen gesehen werden müssen. Dazu ist die Ansicht eines Röntgenbilds und klinische Diagnostik nötig. Weiterhin ist die Ausbildung der Behandler und die Qualität der Therapie zu berücksichtigen, da natürlich auch davon die Prognose für den Therapieerfolg und das Ausmaß der Schonung der Zahnsubstanz und des Zahnfleischs abhängen.
zu 1. ja ein Austausch ist in der Regel absolut gefahrlos möglich
zu 2+3. Der Kronenaustausch und das Alter der Wurzelfüllung haben absolut nichts mit einem erhöhten Risiko einer Wurzelfraktur zu tun. Auch bei einer Revisionsbehandlung ohne Stiftentfernung (also wenn gar kein Stift drin ist) hat man kein besonders erhöhtes Frakturrsiko. Allerdings ist die Entfernung eines Stifts mit einer erhöhten Frakturgefahr verbunden. Auch das lässt sich vom Profi aber sehr minimieren. Dennoch, kann es sein, dass die Wurzel etwas geschwächt werden muss. Die Frage ist immer: Was ist die Alternative? Und muss der Stift überhaupt raus. Das hängt davon ab, ob eine entzündliche Veränderung auf dem Röntgenbild zu sehen ist, ob Beschwerden bestehen und ob Karies unter der Krone bis in den Bereich des Stifts vorhanden ist. Es besteht nicht unbedingt die Notwendigkeit einer Stiftentfernung und einer Revision nur weil der Stift vielleicht schräg in den Wurzelkanal gesetzt wurde oder die Wurzelfüllung nicht gut aussieht oder zu kurz ist
zu 4. Wenn ein Stift drin ist, dann ist für eine Revision der Wurzelfüllung auch immer die Stiftentfernung nötig, sonst kommen sie nicht an die darunter liegende Wurzelfüllung. Wir setzen nach der Revisionsbehandlung keinen klassischen Stift, der in der Regel den Zahn eher schwächt. Ich verankere im Kanal Composite/Kunststoff. Das ist dann wie ein individueller Stift zu sehen, ohne dass man eine Stiftbohrung machen muss. Dadurch erhöht man auch die Stabiltät ohne den Zahn weiter durch eine Stiftbohrung zu schwächen. Ich bin also in der Regel gegen konfektionierte Stifte.
zu5: nein
zu6. siehe die einleitenden Worte. Es ist wichtig, wie der Behandler mit dem Zahnfleisch umgeht im Falle des Austauschs. Ansonsten können Sie egal ob mit alter oder neuer Krone darauf achten, dass der Zahfleischsaum frei von Belag ist aber gleichzeitig nicht tramatisiert wird durch die Reinigung. Es muss also das Hiflsmittel und die Putztechnik stimmen. Und es darf keine Überbelastung wie ein Frontfrühkontakt auf der Krone sein, weil dies auch den Knochenabau fördern würde und dadurch das Zahnfleisch zurückgehen würde. Um den dunklen Rand zu vermeiden würde ich natürlich auch Keramikronen setzen ohne Metallgerüst darunter. Wenn der Zahn und die Zahnwurzel dunkel verfärbt ist, dann könnte man nach der Wurzelfüllung und vor der Krone ein internes Bleaching machen. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass nach einigen Jahren die Wurzel wieder nachdunkelt. Das müsste individuell besprochen werden, was bei ihnen sinnvoll ist, auch welches Material für die Krone.
zu 7. Ich würde immer erst mal den eigenen Zahn bevorzugen, insbesondere mit 40 Jahren. Aber auch das muss fallbezogen beurteilt werden.
Ich glaube am wichtigsten ist, dass Sie eine(n) Behandler(in) finden der/die sich sehr gut auskennt sowohl mit endodontischen Themen als auch mit prothetischen Themen und sehr gewissenhaft arbeitet. Ein reiner Endodont nützt nichts, ein reiner Prothetiker auch nichts. Wirklich ohne Absicht und Hintergedanken meinerseits. Aber wenn sie das Optimum rausholen möchten, dann bräuchten sie jemanden, der genau das gleiche Praxiskonzept hat wie wir, weil hier die Kombination aus speziellem Wissen in der Endodontie und in der ästhetischen Zannheilkunde sehr hilfreich ist, verbunden mit der Präzision aus Lupenbrille und Mikroskop.
Viel Erfolg und viele Grüße
Ulrich Schmitt
Anna (Samstag, 31 Januar 2026 03:56)
Hallo Herr Dr. Schmitt,
mit etwa 14 Jahren erhielt ich eine Wurzelbehandlung an Zahn 11 (oberer Frontzahn). Mit 18 Jahren wurde darauf eine Krone mit Stift gesetzt. Aktuelle Röntgenbilder zeigen, dass der Stift nicht korrekt in der Wurzel verankert ist und die Wurzelbehandlung offenbar nicht vollständig durchgeführt wurde.
Rückblickend war die Krone zu diesem Zeitpunkt medizinisch nicht notwendig. Aufgrund meines jungen Alters habe ich damals dem behandelnden Zahnarzt vertraut.
Derzeit habe ich keine funktionellen Beschwerden; mein Anliegen ist primär ästhetisch (leichter dunkler Rand, Farbe und Material nicht mehr zeitgemäß). Gleichzeitig habe ich Sorge, dass ein Austausch der Krone oder eine weitergehende Behandlung die Zahnwurzel gefährden könnte, da wurzelbehandelte Zähne als spröder gelten und ein erhöhtes Frakturrisiko haben können.
Ich bitte Sie um Ihre Einschätzung zu folgenden Punkten:
1) Ist ein Austausch der bestehenden Krone nach so langer Zeit grundsätzlich möglich, ohne die Zahnwurzel zu gefährden und ohne ein relevantes Risiko für eine Wurzelfraktur einzugehen?
2) Besteht bei einem seit vielen Jahren wurzelbehandelten Zahn tatsächlich ein erhöhtes Risiko für Wurzelfrakturen, insbesondere im Zusammenhang mit einem Kronentausch oder einer Revision?
3) Ist eine Revision der Wurzelbehandlung auch ohne aktuelle Beschwerden sinnvoll und grundsätzlich auch bei einem vorhandenen Stift möglich?
4) Falls eine Revision durchgeführt wird:
– Kann der vorhandene Stift in der Regel belassen werden?
– Falls nicht, ist eine Entfernung und Neuverankerung eines Stifts unter Erhalt der Zahnwurzel möglich?
5) Gibt es ästhetisch hochwertige/zahnschonende Möglichkeiten, die bestehende Krone zu belassen und lediglich die Optik zu verbessern (z. B. durch ein Veneer auf der Krone oder andere additive, konservative Lösungen), um das Risiko für Zahn- oder Wurzelverlust möglichst gering zu halten?
6) Mir ist aufgefallen, dass sich das Zahnfleisch im Bereich der Krone leicht zurückgezogen hat und dadurch ein dunkler Rand sichtbar wird. Welche Möglichkeiten gibt es, diesen Prozess zu verlangsamen oder zu stoppen und die Situation ästhetisch möglichst unauffällig zu halten?
7) Falls ein Implantat in Betracht gezogen werden müsste: Wie beurteilen Sie Implantat versus Zahnerhalt im oberen Frontzahnbereich hinsichtlich Funktion, Knochenstabilität, Ästhetik und Langzeitprognose in meinem Alter (Anfang 40)? Mir ist wichtig, eine langfristige Lösung zu finden, mit der ich meine eigenen Zähne möglichst lange erhalten kann.
Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihre fachliche Einschätzung.
Freundliche Grüße
Anna
Julia (Donnerstag, 29 Januar 2026 21:28)
Guten Abend ,
ich hatte vor 10 Tagen eine WSR am vorletzten oberen Backenzahn . Es ist soweit alles gut verlaufen und heute wurden die Fäden gezogen.
Mein Gaumen ist immer noch minimal geschwollen , fühlt sich sehr weich an wo die Fäden waren und wie ganz leicht taub. Ist das normal und kommt von der Schwellung ?
Vielen Dank für ihre Mühe ,
Julia
Dr. Ulrich Schmitt (Sonntag, 25 Januar 2026 18:50)
#795
Hallo Daniela,
nein, für eine hochwertige, nachhaltige Behandlung sollte das so nicht durchgeführt werden. In der Regel ist der Grund für eine Wurzelbehandlung eine Karies, eine undichte Füllung....
Daher ist es wichtig, dass die ursprüngliche Füllung entfernt wird, damit auch alle Karies entfernt werden kann und ein sogenannter präendodontische Aufbau (aus Kunststoff, adhäsiv verklebt) gemacht werden kann. Mit diesem Aufbau hat man die Karies entfernt, den Zahn gut abgedichtet gegen eine Reinfektion und man hat den Zahn schon mal mehr Stabilität verliehen durch die Verklebung. Erst dann wird die Wurzelkanalbehandlung angefangen oder vollendet (es ist durchaus ok, wenn bei einer aktuten Schmerzbehandlung bei der der Pat. dazwischen geschoben wird, auch mal nur der Zahn aufgebohrt und die alte Füllung noch drin gelassen wird und mit dieser Erstbehandlung die Schmerzen beseitigt werden. Dann 2 Termine zur Durchführung der Wurzelbehandlung (dabei wird beim ersten Termin der präendodontische Aufbau gemacht, die Darstellung und Reinigung der Wurzelkanäle und im zweiten Termin die Wurzelfüllung). Es ist kein gutes Zeichen, wenn sich eine Wurzelkanalbehandlung über so einen langen Zeitraum streckt. Warum tut man nur das notwendigste? Es geht aus meiner Sicht immer um das Maximum für den Zahnerhalt. Also zumindest, wenn der Pat. gut aufgeklärt ist und die Behandlung dann auch so durchführen lassen möchte. Das was heute wirklich möglich ist, ist eben mit deutlichem Mehraufwand verbunden und dann eine Privatleistung (wenn alle Möglichkeiten genutzt werden sollen).
Der Zahn sollte so nicht bleiben, weil jeder wurzelbehandelte Zahn frakturanfälliger ist und daher stabilisiert werden sollte. Das ist mit Amalgam keine gute Idee.
Meine Antwort war schon sehr ausführlich, es gäbe dazu noch mehr zu sagen. Ich hoffe, ich hab es aber schon halbwegs verständlich ausgedrückt. Wenn Sie Wert auf Ihren Zahn legen, dann sollten Sie vielleicht doch noch einmal zu einem auf Endodontie spezialisierten Zahnarzt gehen.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
dr.u.schmitt (Sonntag, 25 Januar 2026 18:33)
#796
Hallo Charlotte,
wenn sich ein Zahn mehr bewegt als die anderen, dann gibt es dafür eine Ursache. Lassen Sie dies von einem Zahnarzt kontrollieren. Ursachen können z.B. liegen in einer Überbelastung des Zahns oder in einer Erkrankung des Parodontiums (also aktiv entzündete Zahnfleischtaschen, was dann auch zum Knochenabbau führt und damit zu geringerer Stabilität des Zahns) oder in einer Erkrankung des Endodonts (also Wurzelkanalinfektion die durch die entzündliche Veränderung des Knochens um die Wurzel auch zu einer Lockerung führen kann).
Viele Grüße
Ulrich Schmitt
Charlotte (Mittwoch, 21 Januar 2026 13:05)
Guten Tag, ist es normal, dass sich ein zurückstehender unterer Schneidezahn bei Druck von vorne im Spiegel sichtbar bewegt nach hinten? Wie viel dieses "sichtbar" wirklich ist, kann ich nicht eindeutig sagen, aber wenn ich auch den Zahn achte in diesem Moment sehe ich es. Der Zahn steht quasi hinter der Zahnreihe und hat einen deutlich längeren Zahnhals hinten, steht wohl auch etwas höher als die umliegenden Zähne.
Daniela (Donnerstag, 15 Januar 2026 12:41)
Guten Tag ich habe eine Frage und zwar habe ich seit einem Jahr eine Wurzelbehandlung am Backenzahn gestern wurde dieser Zahn endlich fertig gemacht meine Frage ist jetzt in diesem Zahn war Amalgam drinne. Als ich gestern nach Hause gegangen bin dachte ich mir okay ich bin fertig aber als ich dann im Spiegel gesehen habe das Reste von Amalgam zu sehen sind und nur das Loch zugemacht worden ist habe ich heute bei der Praxis angerufen und man hat mir gesagt dass. Das nur das Notwendigste gemacht worden ist und das andere wären kosmetische Sachen. Das sieht doch überhaupt nicht schön aus man sieht Reste von Amalgam und die Füllung wie das ist meine Frage ist das normal?
Lina Meier (Dienstag, 13 Januar 2026 12:48)
Guren Tag,
vor 6 Tagen wurde bei mir eine WSR durchgeführt mitsamt entfernung einer Zyste. Es wurde ein Kollagen Kegel eingesetzt. Die Fäden sollen morgen gezogen werden. Ich habe keinerlei Schmerzen an den Schnittwunden, merke aber (sobald ich meinen Mund bewege) einen Druck und eine Art ziehen, da wo die Zsyste war und der Kegel jetzt ist. Als die Zyste noch da war, hat sich das ähnlich angefühlt. Das kann doch nicht normal sein?
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung
Lina
Ralf (Freitag, 09 Januar 2026 18:50)
Hallo,
bei mir wurde Regio 14 15 im Jahr 2018 ein Implantat gesetzt. Der erste Versuch hat nicht geklappt. Beim 2. Versuch ist es eingeheilt und wurde mit einer Krone versorgt. Bis 2025 hatte ich dort immer wieder Reizungen am Zahnfleisch und es hat über wochen gejuckt und gekribbelt. Oft wurde dies auch durch Zähneputzen ausgelöst. Jetzt wurde das Implantat vor 2 Monaten entfernt und es wurde Knochenersatzmaterial eingebracht. Bis heute habe ich seitdem sehr heftiges Jucken, Stechen, Brennen und Schmerzen. Es wurde jetzt ein DVT gemacht. Das war unauffällig. 8 Tage 3x1000mg Amoxicillin hat keine Besserung gebracht. Nachts verschwinden die Schmerzen und tagsüber kommen sie zurück. Bin verzweifelt weil mir keiner sagen kann was sa los ist. Jetzt soll ich zum Neurologen und Pregabalin nehmen. Haben Sie vielleicht eine Idee? Liebe Grüße
Lia (Donnerstag, 08 Januar 2026 21:43)
Mein zahn 35 hat letztes Jahr ca im August eine wurzelbehandlung bekommen, ich war wöchentlich bei der Reinigung da die Wurzelspitze entzündet war. Irgendwann hat es sich beruhigt. Seit ein paar Tagen ist es nun so das er plötzlich auf wärme reagiert und der Schmerz nach lässt sobald sie Wärme weg ist.
Ich hatte auch falls es wichtig ist zu erwähnen eine Zahnfleischtaschen Reinigung ca im November, der zahn wurde mit einem Lack überzogen.
Ist es möglich das sich dort wieder eine entzündung an der Spitze breit gemacht hat? Oder was könnte es sein?
Liebe Grüße
Marc (Sonntag, 21 Dezember 2025 04:49)
Habe seid 1,5 jahren ne wurzelentzündung der artz hat es 3 mal versucht aber es ist immer noch da habe gelesen das es gefährlich ist und bakterien sich verteilen kann