
Funktionsdiagnostik und CMD: Wenn der Biss den ganzen Körper belastet
Kopfschmerzen, ein verspannter Nacken, ein knackendes Kiefergelenk, und niemand findet die Ursache? Manchmal liegt sie im Biss. Zähne, Kiefergelenke und Kaumuskulatur arbeiten eng zusammen. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, spricht man von einer craniomandibulären Dysfunktion, kurz CMD.
Mit der Funktionsdiagnostik beschäftigt sich Dr. Arnd Schmitt seit vielen Jahren besonders intensiv. Als Olympiasieger im Fechten weiß er aus eigener Erfahrung, wie eng Biss, Haltung und Leistungsfähigkeit zusammenhängen. Bei Ihnen schaut er sich diese Zusammenhänge genau an.
Typische Anzeichen einer CMD
Eine CMD zeigt sich oft nicht dort, wo sie entsteht. Hinweise können sein:
- Knacken, Reiben oder Schmerzen im Kiefergelenk
- eingeschränkte Mundöffnung
- nächtliches Zähneknirschen oder -pressen (Bruxismus)
- abgenutzte Zähne oder Zahnhalsdefekte
- Kopf-, Gesichts-, Nacken- oder Schulterschmerzen
- Ohrgeräusche oder Druckgefühl im Ohr
Nicht jedes dieser Symptome hat seine Ursache im Kiefer. Deshalb ist eine sorgfältige Diagnostik so wichtig.

Häufige Fragen zu CMD und Funktionstherapie
Was ist eine CMD?
CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion, eine Funktionsstörung im Zusammenspiel von Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen. Sie ist weit verbreitet, wird aber häufig erst spät erkannt.
Wie wird eine CMD festgestellt?
Am Anfang stehen ein ausführliches Gespräch und eine klinische Funktionsanalyse: Wir untersuchen Kiefergelenke, Muskulatur, Bewegungsabläufe und Biss. Je nach Befund ergänzen wir eine instrumentelle Analyse oder bildgebende Verfahren wie die 3D-Röntgendiagnostik (DVT).
Hilft eine Aufbissschiene?
Eine maßgefertigte Schiene ist häufig ein zentraler Baustein der Therapie. Sie entlastet Gelenke und Muskulatur und schützt die Zähne vor Abrieb. Damit sie wirkt, muss sie auf Basis der Diagnostik genau hergestellt und eingestellt werden. Mehr dazu auf unserer Seite zur CMD-Schienentherapie.
Arbeiten Sie mit anderen Fachrichtungen zusammen?
Ja. Bei Bedarf beziehen wir Osteopathie, Physiotherapie oder Chiropraktik aus unserem Netzwerk ein. Eine CMD lässt sich oft nur fachübergreifend dauerhaft behandeln.
Wir sehen nicht nur den Zahn, sondern den ganzen Menschen.
Eine Fehlstellung des Bisses kann sich über Muskelketten auf Halswirbelsäule, Becken und sogar die Füße auswirken, und umgekehrt. Deshalb betrachten wir Beschwerden im Zusammenhang. Unser eigenes Screening zeigt schon bei der Erstuntersuchung, ob neben klassischen Zahnerkrankungen funktionelle Störungen vorliegen.

Funktion im Sport
Unter körperlicher Belastung pressen viele Sportlerinnen und Sportler die Zähne stark aufeinander. Der Druck auf Kiefergelenke und Muskulatur kann Verspannungen bis in den Nacken auslösen und Beweglichkeit, Reaktionsfähigkeit und Ausdauer beeinträchtigen. Als offizieller Partner des Olympiastützpunkts Rheinland betreuen wir Sportlerinnen und Sportler im Leistungs- und Breitensport gleichermaßen.
Ein maßgefertigter Sportmundschutz schützt zudem vor Zahnverletzungen und kann gleichzeitig die Bisslage unter Belastung stabilisieren.
Erst der Befund, dann die Therapie
Eine erfolgreiche Funktionstherapie beginnt mit einem genauen Befund. Neben der klinischen Funktionsanalyse nutzen wir bei Bedarf digitale Bissregistrierung, Wirbelsäulenvermessung und die digitale Volumentomographie (DVT), mit der sich auch Kiefergelenke dreidimensional beurteilen lassen.
Auf dieser Grundlage erstellen wir Ihren Therapieplan. Er reicht von der Schienentherapie über gezielte Korrekturen des Bisses bis zur Zusammenarbeit mit Osteopathie und Physiotherapie.
Manchmal liegt die Ursache für Rückenschmerzen im Biss.
Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen, Ohrgeräusche oder Verspannungen: Hinter Beschwerden, die man nie mit den Zähnen in Verbindung bringen würde, kann ein Biss stecken, der nicht stimmt. Deshalb schauen wir bei der Funktionsdiagnostik über den Mund hinaus und arbeiten bei Bedarf mit Physiotherapie und Osteopathie zusammen.
So gehen wir vor
Gespräch
Wir sprechen ausführlich über Ihre Beschwerden, Ihre Vorgeschichte und Ihren Alltag. Oft liegt schon hier ein wichtiger Hinweis.
Screening
Mit unserem funktionellen Screening prüfen wir bereits bei der Erstuntersuchung, ob Biss und Kiefergelenke unauffällig arbeiten.
Funktionsanalyse
Bei Auffälligkeiten untersuchen wir Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Biss genauer, bei Bedarf auch mit instrumentellen Messverfahren.
Therapieplan
Wir erklären Ihnen, was wir gefunden haben, und besprechen mit Ihnen die sinnvollen Behandlungsmöglichkeiten.
Therapie
Häufig beginnen wir mit einer angepassten Schiene. Je nach Befund ergänzen wir Bisskorrekturen oder beziehen Osteopathie und Physiotherapie ein.
Nachsorge
In regelmäßigen Kontrollterminen passen wir die Behandlung an. Unser Ziel ist, dass Ihre Beschwerden dauerhaft nachlassen.