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Wir beantworten Ihre Frage

Als erfahrener Zahnarzt beantworte ich hier die Fragen,
die mir meine Patienten am häufigsten stellen.

Dr. Ulrich Schmitt, Zahnarzt mit Schwerpunkt Endodontie in Bensberg
Claudia - 16. August 2026

Taubheit und Beweglichkeit nach Wurzelbehandlung normal?

Guten Tag Herr Dr. Schmitt,

bei mir wurde vor 10 Tagen bei einem bereits Toten Zahn der nicht mehr auf Kälte reagiert hat eine Wurzelbehandlung durchgeführt. Der Zahn hat vor der Behandlung bereits geschmerzt mit immer mal
wieder starkem brennen und einem komisches Taubheitsgefühl. Am 4 Tagen nach der Wurzelbehandlung hatte ich so Starke Schmerzen, dass ich nochmal zum Zahnarzt musste. Dieser wiederholte die Behandlung
und füllte diesesmal Ledermix anstatt Calziumhydroxid ein und verschloss alles wieder provisorisch. Nach ca. 3 Tagen beruhigte sich der Zahn und nach 5 Tagen ersetzte der Zahnarzt auf meinen Wunsch
wieder durch Calziumhydroxid, da ich stille. Die Schmerzen sind nun nach der erneuten Füllung mit Calziumhydroxid nach 3 Tagen fast weg. Allerdings ist das komische Taubheitsgefühl welches ich vor
der Wurzelbehandlung schon hatte jetzt permanent und ich habe das Gefühl, dass der Zahn minimal beweglicher ist. Nicht sichtbar aber wenn ich mit der Zunge dran komme, fühlt es sich so an, dass der
Zahn zurück in den Halteapperat "springt". Klingt das für Sie noch normal? Bzw. sollte ich mir hier eine Zweitmeinung einholen? Es handelt sich um den vorderen Schneidezahn bei dem die Wurzel schwer
sichtbar und bereits stark zurückgezogen war. Der Zahn hatte aber kein Karies oä. und wurde sehr wahrscheinlich durch eine Kieferorthopädische Behandlung in Mitleidensschaft gezogen. Ich würde mich
sehr über eine Rückmeldung freuen.

Vielen lieben Dank

Schöne Grüße
Claudia

Antwort von Dr. Ulrich Schmitt

Hallo Claudia,
wenn sie mit "die Wurzel war bereits zurückgezogen" meinen, dass Sie eine Resorption an der Wurzel haben, dann brauchen Sie jemanden, der auf Wurzelkanalbehandlungen spezialisiert ist und mit
Mikroskop arbeitet. Auch ein DVT (dreidimensionale Aufnahme) würde ich in dem Fall empfehlen. Dann sollte so ein Frontzahn trotz Resorption eine gute Prognose haben (natürlich abhängig von Ausmaß und
Lokalität der Resorption….). Zähne mit Wurzelresorptionen sind immer etwas unvorhersagbarer in der Prognose.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt