Als erfahrener Zahnarzt beantworte ich hier die Fragen,
die mir meine Patienten am häufigsten stellen.

Osteolyse trotz Revision – Extraktion unvermeidbar?
Ich (34 J.) habe seit ca. 10 Jahren einen wurzelbehandelten unteren Backenzahn (36). Schon damals stark geschädigt. Bekannt ist Knochenabbau seit 2022. Aber keine Schmerzen. 2024 wurde eine Revision
mit BioRoot, Lupenbrille etc. gemacht. Im DVT (Okt 2025) steht: „Unregelmäßige Osteolyse ausgehend von der mesialen Wurzel mit Beteiligung der distalen Wurzel, V. a. Parodontitis apikalis.“ Zahn hat
noch sehr wenig Substanz (zwei Zahnärzte wollten ihn ziehen). Er war ein Jahr nach Revision ohne Provisorium, letzter Zeit gelegentlich Druckgefühl.
Eine Endodontologin will nochmal eine Revision versuchen. Sie sagte der Zustand ist stagniert im Vergleich zu z.B. 2023..
Lohnt sich hier realistisch noch eine Revision und kann sich der Knochen bei so einem Befund wieder erholen?
Hallo Risha,
grundsätzlich kann sich der Knochen erholen was ich in ihrem Fall nicht beurteilen kann. Wie groß die Schädigung im Knochen ist, ist dabei nicht relevant sondern was die Ursache dafür ist. Wenn der
Grund z.B. eine Fraktur im Zahn ist, dann muss der Zahn entfernt werden. Auch die Restzahnsubstanz muss natürlich berücksichtigt werden. Aber Zähne mit rein infektionsbedingter Osteolyse lohnen sich
revidieren zu lassen, weil weit aus die Mehrheit davon erhalten werden können.
Viele Grüße
Ulrich Schmitt