Als erfahrener Zahnarzt beantworte ich hier die Fragen,
die mir meine Patienten am häufigsten stellen.

Empfindlicher Zahn nach Wurzelbehandlung – ist das normal?
Hallo Herr Doctor Schmitt,
ich habe vor einer Woche eine Wurzelbehandlung am ltz Backenzahn Oberkiefer bekommen. Davor ca 14 Tage würde ein Medikament in den Zahn gelegt da der Nerv am absterben war. Nun ist wieder ein
Medikament drin und der Zahn immernoch so empfindlich bei jeder Berührung. Wurde mit Kofferdamm ect gemacht. Mitte Januar soll nochmals gespült werden. Ist das normal mit den schmerzen ? Meine
zahnärztin sagt der Knochen muss heilen das dauert der Nerv ist raus und alles soweit okay.
Hallo Frau T.,
das ist natürlich recht umfangreich und ich kann über das Internet bei der langen Leidensgeschichte und dem unklaren Befund nur ein paar Tips geben. Ansonsten müsste ich mir natürlich ein eigenes
Bild davon machen.
Wenn das letzte DVT und die letzte Behandlung länger als 6 Monate her ist, dann könnte ein neues DVT schon etwas Klarheit bringen, sowohl für einen Zahnarzt als auch für einen HNO. Daher würde ich
auch erst mal nur ein DVT machen lassen und kein CT. Beim DVT sollte die Angabe dabei sein, dass die Kieferhöhle mit drauf sein soll.
Wenn es von einem Zahn oben links sein sollte, dann würde man das mittlerweile nach der langen Zeit auf dem DVT sehen. Wenn da nichts zu sehen ist, dann würde ich mir auch keinen Zahn ziehen lassen
und auch keinen weiteren wurzelbehandeln.
Wenn der Zahn 26 sich etwas höher anfühlt, dann sollte das natürlich durch Einschleifen beseitigt werden. Wenn er früher nicht zu hoch war, dann könnte es sein, dass er nun zu hoch ist weil er durch
die Entzündung unter der Wurzel etwas rausgedrückt wird. So eine Entzündung würden sie aber auch auf dem DVT sehen.
So oder so sollte erst einmal die Überbelastung vom Zahn genommen werden durch Einschleifen.
Auch die funktionellen Aspekte sollten berücksichtigt werden und untersucht werden. Kommen die Schmerzen vielleicht durch eine sogenannte Funktionsstörung. Iin welchem Zustand ist die Kaumuskulatur,
was ergibt die Untersuchung der Halswirbelsäule durchen einen Oseopathen oder Chiropraktoren? Und noch einiges mehr. Funktionsstörungen können sich wie Wurzelschmerzen anfühlen.
Ich wünsche Ihnen, dass die Ursache gefunden wird.
Gute Besserung
Ulrich Schmitt
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Hallo Frau V.
das klingt ja erst einmal so als ob sie in guten Händen sind. Auch wenn ich den Sinn für das Clindymycin nihct sehe. Ein Antibiotikum behandelt nie die Ursache kann das Problem also nicht dauerhaft
lösen. Insofern kann man sich den Stress für den Darm und das Immunsystem sparen.
Das DVT war in ihrem Fall die richtige Wahl. Wenn dort nichts auffälliges zu sehen ist (keine veränderter Knochen, dichte Wurzelfüllung auch im Resorptionsbereich), dann ist es nicht ganz erklärlich
warum die Beschwerden da sind und auch nicht ganz sicher, ob dieser Zahn wirklich die Ursache ist.
Zusätzlich würde ich aber kontrollieren, ob der Zahn Frühkontakte aufweist oder sonstigen Belastungen ausgesetzt ist in der Funktion / Parafunktion (wie z.B. Knirschen). Das muss immer Bestandteil
der Ursachenforschung sein. Man könnte nach dieser Diagnostik auch über eine Schiene nachdenken.
Dann denke ich, dass der Endodontologe auch rings um den Zahn eine Taschensondierung gemacht hat, um eine versteckte Fraktur aufzudecken. Eine potentielle Faktur, einen Riss selbst sieht man auch im
DVT nicht zuverlässig, ggf. aber den Knochenabbau der durch die Fraktur verursacht wird.
Wenn Sie mögen, dann schicken Sie mir mal das DVT und ich schau drauf.
LG
Ulrich Schmitt